| Fortbildung | 18. Klett-Symposium Geographie: Plastik-Planet oder Blauer Planet - Wir haben es in der Hand |
| Referent:in | Herr Prof. Dr. Stefan Krause Frau Dr. Melanie Bergmann Herr Prof. Dr. Marco Beeken Frau Mandy Hinzmann Frau Jennifer Kortländer |
| Datum | am 07.03.2026 |
| Kursformat | Online-Fachtag |
| Format | Online |
| Freie Plätze | |
| Anmeldeschluss | am 07.03.2026 um 23:59 Uhr |
| Ansprechpartnerin | Silvia Vorwerg s.vorwerg@klett.de |
| Kostenlos buchen |
Plastik gilt in vielen Lebensbereichen als unverzichtbar. Doch wie lässt sich die drohende "Plastikflut" mit ihren negativen Auswirkungen eindämmen? Wie gelingt es, in Schulen wissensbasierte Kompetenzen zur Bewältigung des Plastikproblems zu entwickeln mit dem Ziel, dieses global, regional und lokal systemisch zu erkennen und diesem lösungsorientiert entgegenzuwirken? Die Referierenden werden das Anwachsen von Makro-, Mikro- und Nanoplastik und dessen negative Auswirkungen sowie geeignete Lösungsmöglichkeiten aus wissenschaftlicher und unterrichtlicher sowie fächerübergreifender Perspektive in den Blick nehmen und mit Ihnen diskutieren.
09:30 Begrüßung
09:40 Uhr: Nachhaltige Lösungen zur Reduzierung der Umwelt- und Gesundheitsrisiken von Mikro- und Nanoplastik
Neben den bekannten negativen Einflüssen von Mikro- und Nanoplastik auf marine Ökosysteme wächst auch das Wissen und Bewusstsein, dass Plastikverschmutzung globale Probleme hervorruft, die auch vor unseren Haustüren nicht Halt machen. Der Referent präsentiert neueste Forschungsergebnisse zu globalen Plastikflüssen und zeigt auf, warum nur die geringste Menge der über sieben Jahrzehnte angehäuften Plastikverschmutzung die Ozeane erreicht hat und stattdessen für lange Zeit in Flüssen, Flussauen und Böden verweilt. Er erörtert, wie Transport in Wasser, Luft und Boden sowie unser Verhalten unsere Exponierung zu und Aufnahme von Mikro- und Nanoplastik kontrolliert und wie globale Abkommen, regionale Regulierungen sowie innovative Strategien und technische Neuerungen Umwelt- und Gesundheitsrisiken verringern könnten. Es wird aber auch darauf eingegangen, wie Lösungen zu nachhaltigen Ansätzen der Plastiknutzung Risiken unbeabsichtigter Nebenwirkungen in sich bergen, welche die Notwendigkeit ganzheitlicher Lösungen unterstreichen.
Referent: Prof. Dr. Stefan Krause, University of Birmingham, Chair of Ecohydrology and Biogeochemistry, School of Geography, Earth and Environmental Sciences )
10:35 Uhr: Plastikverschmutzung ohne Grenzen? Das Frühwarnsystem Arktis mahnt globale Lösungen für die Plastikkrise an
Die Umweltbelastung durch Plastik ist ein globales Problem, das sich bei anhaltendem Produktionswachstum bis 2060 verdreifachen wird. Selbst Regionen fernab der Quellen wie z. B. die Arktis, die wir als Frühwarnsystem betrachten, sind bereits jetzt stark von steigenden Plastikmengen betroffen. Inwiefern tragen dazu neben lokalen auch Einträge aus unseren Breiten bei und sind deshalb globale Gegenmaßnahmen notwendig? Dementsprechend informiert der Vortrag auch über die Entwicklungen und den aktuellen Stand der Verhandlungen für ein UN-Plastikabkommen.
Referentin: Dr. Melanie Bergmann (Biologin Alfred-Wegener-Institut Bremerhaven, Mitglied der Scientist Coalition for an Effective Plastics Treaty)
11:30 Uhr: Mit naturwissenschaftlichen Experimenten Fake News und Mythen begegnen – Einblicke in Forschungsprojekte zu Plastik, Ernährung und Circular Economy
Anhand aktueller Forschungsprojekte wird erläutert, wie Fehlinformationen entstehen, warum sie sich verbreiten und welche Auswirkungen sie auf gesellschaftliche und politische Entscheidungen haben. Lehrkräfte erhalten praxisnahe Impulse, wie sich einfache Experimente im Unterricht einsetzen lassen, um wissenschaftliche Zusammenhänge transparent zu machen und faktenbasierte Diskussionen zu fördern, damit Unterricht zu einem Ort wird, an dem kritisches Denken gestärkt und eine nachhaltige Zukunft mitgestaltet wird.
Referent: Prof. Dr. Marco Beeken (Didaktik der Chemie, Universität Osnabrück)
12:10 Uhr: Lernen durch Mitforschen bei den Plastic Pirates: Jugendliche untersuchen Plastikmüll an Gewässern
Die Plastic Pirates sind ein Citizen-Science-Projekt, bei dem Jugendliche in Gruppenarbeit nach einer einheitlichen, wissenschaftlichen Methode die (Plastik-)Müllbelastung an Gewässern untersuchen. Lässt sich so Wissens- und Handlungskompetenz beim Umgang mit Plastik erwerben? In dem Praxisvortrag stellen die Referentinnen die Projektumsetzung und -ergebnisse der letzten zwei Jahre an Küstengebieten und Gewässern vor. Zudem geben sie einen kurzen Erfahrungsbericht zur Umweltkonferenz der Plastic Pirates in Brüssel, an der 12 europäische Schulen teilnahmen.
Referentinnen: Mandy Hinzmann (Ecologic Institut) und Jennifer Kortländer (Realschule Lindenberg)
13:00 Uhr: Ende der Fortbildung
| Wochentag | Datum | Uhrzeit |
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| Samstag | 07.03.2026 | 09:30 - 13:00 Uhr |
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